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ARABICA VS ROBUSTA

es geht um die Bohne

Um die Qualität der Kaffeebohne wirklich richtig beurteilen zu können, benötigt man weitere Informationen vom Anbau, Ernte und Aufbereitung der Bohne. Arabica bedeutet nicht sofort gute Qualität!

DIE BOHNE

Wie die Kerne im Apfel sind die Kaffeebohnen in der Kaffeekirsche. In beiden Fällen sind es einfach die Samen der Früchte. Jede Kaffeekirsche besitzt in der Regel 2 Bohnen, mit Ausnahme die sog. Perlbohne diese nur 1 abgerundete Bohne in sich trägt.


Mittlerweile wachsen schon mehr als 130 verschiedene Kaffeearten rund um den Äquator.

Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche Mutationen und Kreuzungen. Mittlerweile haben es aber nur sehr wenige Arten so weit geschafft, dass man von ihnen hört. Darunter der Coffea Arabica und Coffea Canephora, bekannter unter dem Name Robusta.

Arabica oder Robusta?

Coffea Arabica wächst auf Höhen von 600 bis zu 2200 Metern. Der Robusta wächst im Tiefland bis zu 800 Metern.

Im Tiefland haben wir hohe Schwankungen von Temperatur (Tag/Nacht) und Niederschlag, aber auch hohe Anzahl an Schädlinge finden den Weg zur Pflanze.

​Im Hochland hingegen herrscht ein stabiles Klima, niedrige Temperaturschwankung, regelmäßige Niederschläge und weniger Schädlinge halten sich in der Höhe auf. Da der Inhaltsstoff Coffein ein natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel ist, baut die Robustapflanze bis zu 3x mehr Coffein auf als der Arabicabaum im Hochland.

Das bedeutet aber nicht, dass der Robusta von minderer Qualität ist. Er besitzt viele Stärken besonders für den Espressotrinker kaum wegzudenken. Das kräftige Aroma, die würzige Note und ganz wichtig die wunderbare dichte Crema! Ohne der Robusta kaum machbar. Desshalb ist in jeder guten Espressoröstung auch ein nicht so geringer Teil an Robusta enthalten.

Was bedeutet also "100 % Arabica"?

Ist dieses Produkt also von guter Qualität?

Leider kann man diese Frage nur selten mit Ja beantworten.

Kleines Beispiel.:

Ein Kaffeebauer baut im Hochland auf seiner Plantage ausschließlich Arabicapflanzen an. Nach der Ernte wird die Bohne aufbereitet, gewaschen, getrocknet und anschlißend in verschiedenen Qualitätsstufen sortiert. Größe, Farbe und Fehler (Wurmstich, Schimmel, Faul usw.). Die "Kaffeebohnen" die aussortiert wurden da sie die Kriterien nicht erfüllen, werden als "Grinders" Qualität verkauft, verröstet, vermahlen und verpackt. Diese steht dann im Laden mit einer tollen Verpackung mit der Aufschrift "100 % Arabica".

Es hängt nicht nur von der Kaffeesorte ab, ob das Endprodukt von guter Qualität ist, sondern von so viel mehr! Anbau, Ernte, Aufbereitung, bezieht man anschließend die beste Qualität muss der Röstmeister die Bohne nur noch veredeln. Dies geschieht im Optimalfall in einem Trommelröster bei niedriger Temperatur um die Bohne gleichmäßig zu rösten.

Ob der Kaffee am Ende dann auch schmeckt hängt dann allein von der richtigen Zubereitung ab. Wobei man dann noch sehr viele Fehler machen kann.

Tipps zur richtigen Zubereitung findet ihr hier.

Wie erkennt man dann ein Qualitätsprodukt?

Qualität hängt wie schon erwähnt von vielen Faktoren ab. Um sichergehen zu können eine gute Qualität für euer Geld zu erhalten, empfehle ich euch den Kaffee in einem Kaffeeladen zu kaufen. Sollte der Verkäufer euch fragen WIE ihr den Kaffee zubereitet, dann seid ihr schon mal richtig. Denn jede Kaffeeröstung eignet sich für eine Zubereitungsmöglichkeit besser als eine Andere, z. B. eignet sich die helle Kaffeeröstung besser als Filterkaffee aber wird im Herdkännchen leicht verbrannt und schmeckt bitter.

 

Lesen stärkt die Seele und Kaffee die Nerven.

Multicolor Coffees

LEGENDE

Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich unterschiedliche Legenden

ANBAU

Wo die Kaffeepflanze wächst

ERNTE & AUFBEREITUNG

Aus der Kirsche zum Rohkaffee

RÖSTEN

Grüne Bohne zum braunen Gold

INHALTSSTOFFE

Was wirklich im Kaffee steckt

GESCHICHTE

Die unglaubliche Reise

ZUBEREITUNG

Die besten Tipps für deine Zubereitung

LATTEART

Wirklich ein Erfolg